Photovoltaik bringt das Dachdeckerhandwerk aufs Dach
(Stuttgart, 1. April 2026)
Der Run auf Photovoltaik-Anlagen hat begonnen, denn viele Bauherren wollen die Klimawende mitgestalten. Allerdings gibt es bei der Montage von PV-Anlagen auf Dächern einiges zu beachten. Mittlerweile häufen sich die Schadensmeldungen durch unsachgemäßes Arbeiten, so werden Solaranlagen auf bauphysikalisch nicht geeigneten Unterkonstruktionen montiert. Daher sollte vor der Installation einer PV-Anlage geprüft werden, ob das Dach die notwendigen Eigenschaften erfüllt oder vorher ertüchtigt bzw. saniert werden muss. Die Dachdeckerinnung Stuttgart geht davon aus, dass unsanierte Dächer oft vor Ablauf der Amortisationszeit der PV-Anlagen von 20 Jahren saniert werden müssen. „Die vorhandene PV-Anlage muss dann abgebaut und während der Sanierungszeit außer Betrieb genommen werden. Dadurch entstehen für den Bauherrn unnötige Zusatzkosten, die in vielen Fällen vermieden werden könnten, wenn Sanierung und Aufbringen der PV-Anlage gleichzeitig vorgenommen werden,“ erklärt Hartmut Schadm Geschäftsführer der Dachdeckerinnung Stuttgart.
Geschultes Dachdeckerhandwerk vermeidet Schäden
Um Schäden zu vermeiden, sollte ein Innungsbetrieb des Dachdeckerhandwerks zu Rate gezogen werden, denn er kennt sich mit den Auswirkungen beim Aufbringen von PV-Modulen auf die Statik des Daches aus. Auch müssen die einzelnen Module der Anlage sicher befestigt werden, damit es nicht zu Schäden durch z. B. Windsog oder Schneelast kommt. Dazu muss man wissen, in welchem Windzonengebiet das Eigenheim steht. Deutschland ist in vier unterschiedliche Kategorien eingeteilt, die Auskunft darüber geben, welche Windgeschwindigkeiten für verschiedene geographische Regionen gelten. Damit einher gehen bestimme Anforderungen an die Befestigung von Ziegeln, aber auch von PV-Anlagen. Und um Feuchteschäden zu verhindern, müssen die Befestigungselemente und Kabeldurchführungen auf das Dachmaterial abgestimmt und fachgerecht eingebaut werden. Außerdem darf das Dachmaterial und die Unterkonstruktion bei der Montage nicht beschädigt werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Wartungswege: Diese sind unbedingt einzuplanen, damit später die Module für Reinigung und Kontrolle zugänglich sind.
Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit
Bei Arbeiten auf Dächern besteht auch immer die Gefahr abzustürzen. Geschulte Dachdecker und Dachdeckerinnen kennen die Gefahr: Sie führen eine Gefährdungsanalyse durch, sichern sich vor Absturz und gehen keine Risiken ein. Arbeitsschutzmaßnahmen sind unerlässlich. Übrigens: Auch Auftraggebende können haftbar gemacht werden. Auch hier häufen sich die Fälle, wo Baustellen wegen Nichtbeachtung von Arbeitsschutzmaßnahmen stillgelegt werden. Das kostet Nerven, Zeit und Geld.
Dachdeckerinnungsbetriebe haben die Erfahrung und Routine, all die genannten Punkte umzusetzen. Sie beraten, führen alle Arbeiten fachgerecht durch und bauen in Kooperation mit Betrieben aus dem Elektro-Handwerk sichere und nachhaltige Anlagen ein.
Wer noch mehr wissen möchte, findet umfassende Informationen rund um Photovoltaik-Anlagen auf dieser Webseite: www.dachdeckerinnung-stuttgart.de.